Mo’ Powa‘ und Dirty Duck: die Customizing-Szene entdeckt einen Klassiker

Custom-Royal Enfields werden zum weltweiten Trend

Bei Customizing denkt in unseren Breiten jeder zwangsläufig an fette amerikanische Chopper oder klassische italienische Roller, doch nun hat auch die europäische Customizing-Szene die älteste Motorradmarke der Welt für sich entdeckt.

In Indien sind die zum Teil schon seit den 1930er-Jahren gebauten und optisch fast unveränderten Royal Enfield-Modelle schon längst das Lieblingsobjekt der Customizing-Szene, die sich anschickt, bald die zahlenmäßig größte Customizing-Szene der Welt zu werden. Jetzt schwappt der Trend auch auf die „Alte Welt“ über. Der KSR Group, Importeur von Royal Enfield für Deutschland, Österreich und die Schweiz, ist es gelungen, zwei besondere Einzelstücke auf die Intermot zu holen.

Die „Mo‘ Powa‘“ ist unverkennbar vom Kultfilm „Mad Max“ inspiriert. Einer Classic 500 wurden Schwinge, Federung und Reifen der Continental GT verpasst. Ein handgefertigter Sportauspuff des britischen Tuning-Experten Harris Performance sorgt für kernigen Sound, absolut „mad“ ist jedoch der Motor. Dieser wurde nicht nur von elektronischer Einspritzung auf Vergaser umgerüstet, sondern wird noch zusätzlich von einem Turbolader zwangsbeatmet. Trotz dieser erstaunlichen Umbaumaßnahmen bleibt die „Mo‘ Powa‘“ mit ihrem klassischen, handbemalten Tank eindeutig als Classic erkennbar.

Von unverwüstlichen Geländewagen inspiriert ist die „Dirty Duck“ auf Basis der Continental GT. „Survive Anything“ haben sich die Customizer zur obersten Maxime gemacht. Das Heck wurde gekürzt, um Platz für Abenteuer-Equipment zu schaffen, Motor und Rahmen werden durch handgefertigte Aluminium-Protektoren geschützt, der Sitz wurde neu gestaltet und mit geöltem Leder eingekleidet. Der Tank glänzt nun vom Lack befreit und aufpoliert in der prallen Gebirgs- oder Wüstensonne. Dass für die „Dirty Duck“ grobstollige Geländereifen auserwählt wurden, erscheint schon fast als Selbstverständlichkeit. Absolutes Highlight ist aber die von Harris Performance handgefertigte Airbox mit ihrem markanten Schnorchel, durch den die „schmutzige Ente“ selbst bei Wasser- und Schlammdurchquerungen problemlos saubere Luft atmen kann.

Die beiden Custom-Enfields zeigen eindrucksvoll, dass die Klassiker von Royal Enfield nicht nur Nostalgiker erfreuen können, sondern auch eine hervorragende Basis für aufsehenerregende individuelle Umbauten sind. Dass die fabriksneuen Basisfahrzeuge für diese spektakulären Einzelstücke schon ab rund 5.000 Euro erhältlich sind ist eine gute Ausgangsbasis dafür, dass das Royal Enfield-Customizing-Fieber bald auch viele „Neulinge“ infizieren wird.

     

Mo'Powa:

                            

Dirty Duck:

                       

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